Martin Huber arbeitet an der Alexana

Hinter den Kulissen der Einlage am Rosenmontagsball

Die traditionelle Einlage am Burschenball ist jedes Jahr ein Höhepunkt für Gäste und Burschen. Auch dieses Jahr haben wir keine Kosten und Mühen gescheut, um eine unterhaltsame und lebendige aber auch ziemlich aufwendige Einlage auf die Beine zu stellen. Die Vorbereitungen sind dabei zeitintensiv und voller Schwierigkeiten.

Angefangen hat alles Anfang Januar an einem Sonntagabend beim Reidl Tobi. Jung- und Altburschen trafen sich, lachten und diskutierten zusammen über erste Ideen und Konzepte. Am Ende der ersten Sitzung stand schon mal die grobe Richtung fest, in die die Einlage gehen soll. Daraufhin wurde in nächtelanger Arbeit ein erstes Skript erarbeitet und Eckpunkte, auf die eingegangen werden soll, festgelegt. Um mehr Action reinzubringen wurden auch zwei Tanzgruppen mit eingebaut.

Dann galt es möglichst viele Burschen zu mobilisieren. Sobald willige Burschen gefunden waren, wurden schon die Rollen verteilt: wer übernimmt Sprechrollen, wer will tanzen, wer baut die Requisiten auf und ab.

Die Tanzgruppen

Nach Auswahl der Musikstücke galt es die Choreographien zu erarbeiten. Die Tanzgruppen „Helene“ & „Gabalier“ wurden dabei von Julia Kasper unterstützt, die Gruppe „Badenixen“ erarbeitete sich die Choreographie in Eigenregie. An mehreren Wochenenden und teilweise auch abends unter der Woche trafen sich die Tänzer um Schritte und Bewegungen einzustudieren.

Die Requisiten

Nicht zu unterschätzen ist der Aufwand, den es benötigt, um Requisiten zu beschaffen und umzubauen. Nachdem feststand, dass wir die Zeitmaschine aus der Einlage aus 2019 wieder benötigen, wurden die ersten Ideen für einen Umbau gesammelt und festgelegt. Die Zeitmaschine musste anschließend von ihrem Lagerplatz, dem Brantl-Hof, zu ihrem Umbauplatz am Dachshof transportiert und die notwendigen Umbauteile beschafft werden. In nächtelanger Kleinarbeit wurde die Maschine mit diversen Lichtern, einer Zapfanlage und einer Nebelmaschine ausgestattet. Nebenbei wurde an einem Samstag-Vormittag auch noch der „AlexSana“-Automat gebaut. Die restlichen, leichter zu beschaffenden Requisiten wie z. B. für das Ganzjahresbad (Planschbecken, Pavillon), Rednerpult, Kostüme, usw. konnten aus Privatbesitz von Burschen und Bekanntschaften zusammen getragen oder mussten gekauft werden.

Die Sprechrollen

Nachdem das erste, grobe Skript stand, galt es den Text, die Einsätze und die Sprechrollen zu finalisieren. Unsere Texter Tobias Reidl, Michael Schoierer und Gerd Pongratz mussten das Skript etliche male überarbeiten, sobald etwas nicht mehr passte oder eine bessere Idee eingebaut werden sollte. Nachdem jeder seinen Text erhalten hatte, mussten die Sprechrollen auswendig gelernt und eingeübt werden. Dabei waren regelmäßige Treffen an Wochenenden oder abends unter der Woche notwendig.

Die Proben


Bei solch einer großen Anzahl an Protagonisten war es eigentlich selbstverständlich, dass bei den Proben ständig jemand fehlte - was die Angelegenheit nicht einfacher machte. Bei den knapp 30 Burschen die an der Einlage beteiligt sind, waren Ausfälle in den einzelnen Einlage-Gruppen durch Krankheit, Arbeit, Schule/Studium, Vergesslichkeit oder sonstige Feierlichkeiten und Aktivitäten an der Tagesordnung. Je näher der Ball kam, änderte sich dies jedoch mehr und mehr. Bei den Generalproben am Sonntag vor dem Ball und am Balltag selbst kamen alle beteiligten Gruppen in (fast) kompletter Zusammensetzung zusammen. Der Ablauf wurde eingeprobt und der letzte Feinschliff vorgenommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen...

Einlage am Rosenmontagsball der Rodinger Burschen